Realitaeten-Bureau

Sexualerziehung in Afrika

Prüfmission in Südafrika, Sambia und Namibia

Etwa ein Drittel der Bevölkerung  des südlichen und östlichen Afrika sind junge Menschen im Alter von 10 bis 24 Jahren. Mit über einer halben Million Neuinfektionen pro Jahr ist das HIV Risiko in dieser Region weltweit mit am höchsten. Mädchen und junge Frauen sind davon besonders betroffen: sie sind im Schnitt fünf bis sieben Jahre jünger als Männer, wenn sie sich mit HIV infizieren und AIDS ist die Haupt-Todesursache bei Mädchen dieser Altersgruppe. Hinzu kommen sehr häufig frühe, ungeplante Schwangerschaften, Kinderheirat und Gewalt gegen Mädchen und Frauen.

Angesichts dieser alarmierenden Situation haben sich Ende 2013 die Bildungs- und Gesundheitsminister von 21 Ländern der Region in der sogenannten ESA-Verpflichtung darauf geeinigt, die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen durch umfassende Sexualerziehung und jugendfreundliche Gesundheitsdienste zu verbessern.

Die GIZ unterstützt seit 2015 die Umsetzung der ESA-Verpflichtung in den Ländern Südafrika, Namibia, Sambia und Mosambik. Im Januar nahm Susanne Schardt an einer Prüfmission in Südafrika, Sambia und Namibia teil, um eine weitere Phase des Vorhabens vorzubereiten und Optionen für eine wirksame Untertützung bei der Umsetzung der ESA-Ziele auszuloten.

Projektmanagement in der Entwicklungsarbeit

Ein Seminar am Colegio de San Louis Potosi in Mexiko

Im September 2017 führte Birgit Stanzel ein Block-seminar am Colegio de San Louis Potosi durch. Es besteht aus drei Kursmodulen von je fünf Stunden. Ausgehend von der Theorie, dass jedes Projekt eine immer wiederkehrende Abfolge von aufeinander aufbauenden Aktionen ist - und damit ein Verän-derungsprozess -, werden zunächst verschiedene Modelle der partizipativen und kreativen Projekt-entwicklung und des Projektmanagements vorgestellt. Zugleich werden Methoden und Instrumente diskutiert, die diese Prozesse erleichtern können. Jedes Modul baut auf den Lernprozessen und gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen der Teilnehmer während der vorangegangenen Module auf. Obwohl die Methoden und Instrumente für persönliche, berufliche, kaufmännische und soziale Projekte gleichermaßen angewandt werden können, legt Birgit Stanzel ihren Schwerpunkt auf Projekte zur Förderung sozialen Zusammenhalts und der Partizipation. Hier werden von den Seminarteilnehmern auch eigene Projektideen entwickelt und bewertet.

Informationen zum Seminar (spanisch) >>>>

Kommunale Partnerschaften stärken

Susanne Schardt evaluiert den Einsatz integrierter Fachkräfte

Immer mehr deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise engagieren sich in der Entwicklungs-zusammenarbeit. Sie machen ihre Kenntnisse zur Daseinsvorsorge in Kommunen des globalen Südens bedarfsgerecht nutzbar. Durch kommunale Partnerschaften entstehen langfristig tragfähige Beziehungsnetzwerke, in denen sich Verwaltungen, Institutionen, Hochschulen, Schulen, Krankenhäuser, kommunale Betriebe, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen entwicklungspolitisch engagieren. Diese Partnerschaften werden durch die deutsche "Servicestelle für Kommunen in der einen Welt" (SKEW) im Auftrag des BMZ unterstützt. Das Vorhaben "Integrierte Fachkräfte für Kommunen weltweit" der GIZ ergänzt dieses Engagement, indem es integrierte Fachkräfte in kommunale Partnerschaften vermittelt. So können Kommunen in Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit das entwicklungspolitische Engagement ihrer deutschen Partnerkommunen besser in Wert setzen. Gegenseitiges Lernen und gemeinsames Engagement im Rahmen der „New Urban Agenda“ werden intensiviert.

Susanne Schardt von Realitäten Bureau hat in zahlreichen Interviews mit den beteiligten Akteuren den Mehrwert eines Einsatzes integrierter Fachkräfte für die kommunalen Partnerschaften evaluiert und enstprechende Empfehlungen für eine wirkungsorientierte Fortführung des GIZ Vorhabens gegeben.

Opioid Substitution in Nepal

Lernerfahrungen beim Aufbau eines nationalen Programms

Die German Health Practice Collection (GHPC) auf den Webseiten des BMZ hat eine Fallstudie veröffentlicht, die Erfahrungen beim Aufbau des nationalen Substitutionsprogramms in Nepal aufbereitet. Die nepalesische Regierung hat diesen Aufbau-Prozess zusammen mit nepalesischen Nicht-Regierungsorganisationen durchgeführt und wurde durch das GZ Harm Reduction Projekt in Nepal - unter der Leitung unseres Teammitglieds Patricia Kramarz - sowie durch andere internationale Entwicklungspartner unterstützt.

Die Publikation finden Sie auf der GHPC Webseite

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Schön ist das nicht! - Aus dem Alltag der ambulanten Pflege

das aktuelle Buch von Peter Klös und Bernard Simon

Hässlichkeit, Krankheit und das Alter mit seinen dazugehörenden Krankheiten zählen zu den Tabus der modernen Gesellschaft. Alt sein, krank sein finden in unserer modernen Welt keine Lobby und keine Fürsprache. Alter, das ist verbunden mit Kosten, die die Jüngeren tragen müssen. Alter, das ist eine Belastung. Und zwar nicht nur für die, die selbst alt sind, sondern auch für jene, die sich nicht vorstellen können, irgendwann einmal alt zu sein. Die Fülle an erheiternden und traurigen Geschichten, die im pflegenden Umgang mit alten Menschen entstehen, haben die Autoren Peter Klös und Bernard Simon zur Veröffentlichung eines – natürlich nur kleinen - Teils ihrer Alltagserfahrungen motiviert.

In diesem Buch wird ein praxisnaher Einblick in die Realität mobiler Altenpflege im Deutschland des Jahres 2015 eröffnet. In Form von siebzehn Porträts wird ein vielschichtiges Bild der Situation von Gepflegten und Pflegenden gezeichnet. Eingerahmt wird dieses Bild von zusätzlichen Kapiteln, die porträtübergreifend die lebensweltlichen Aspekte der Altenpflege thematisieren. So entsteht ein Kontext, der von den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen über berufliche Perspektiven und soziale Anerkennung bis zu verwaltungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Erfahrungen der mobilen Altenpflege reicht.

Erschienen ist das Buch in der Reihe "Lebenswelten" des Paolo Freire Verlags

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Gesundheitsdienste stärken - HIV verhindern

Backstopping in der Ukraine

Die Ausbreitung von HIV ist nach wie vor eine ernste Gefahr für die Ukraine. Das Land ist von einer der am stärksten wachsenden Epidemien in Europa betroffen und mehr als 200.000 Menschen leben mit dem HI Virus. Offizielle Statistiken gehen davon aus, dass jeden Tag 57 neue HIV-Diagnosen gestellt werden. Dabei wird vermutet, dass die Dunkelziffer wahrscheinlich wesentlich größer ist.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben das Gesundheitssystem geschwächt und eklatante Mängel in der Versorgung ans Licht gebracht. Der Konflikt forderte bisher über 6.800 Tote und ca. 17.000 Verwundete. Darüber hinaus bedingt die immer noch brüchige Waffenruhe eine hohe Zahl von Binnenvertriebenen. Zu den über 1,5 Millionen registrierten Binnenvertriebenen kommt eine bisher unbekannte Anzahl nicht registrierter Binnenflüchtlinge. Gerade in Zeiten von Krisen, Instablilität und Konflikten ist die Gefahr einer Ausbreitung von HIV besonders groß: Menschen gehen vermehrt Risiken ein, die Bereitschaft – und manchmal auch die Möglichkeiten – sich mit Kondomen zu schützen verringert sich, und überdies sind mobile Bevölkerungsruppen, zu denen auch die vielen Binnenflüchtlinge zählen, einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Damit steigen die Risiken für eine Ausbreitung der HIV Epidemie.

Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf eine weitere Annäherung des Landes an die Europäische Union, setzt die ukrainische Regierung auf eine Reform ihres Gesundheits- und Bildungssystems. Das Vorhaben der GIZ, das Susanne Schardt schon seit vielen jahren fachlich beraten hat, begleitet und unterstützt diesen Prozess und die Umsetzung der zweiten Welle der HIV-Präventionskampagne "Gib Aids keine Chance". Seit Januar 2016 berät Susanne Schardt intensiv das GIZ Projektteam in Kiew bei der Umsetzung dieser Unterstützungsleitungen.

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