Realitaeten-Bureau

Kommunale Partnerschaften stärken

Susanne Schardt evaluiert den Einsatz integrierter Fachkräfte

Immer mehr deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise engagieren sich in der Entwicklungs-zusammenarbeit. Sie machen ihre Kenntnisse zur Daseinsvorsorge in Kommunen des globalen Südens bedarfsgerecht nutzbar. Durch kommunale Partnerschaften entstehen langfristig tragfähige Beziehungsnetzwerke, in denen sich Verwaltungen, Institutionen, Hochschulen, Schulen, Krankenhäuser, kommunale Betriebe, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen entwicklungspolitisch engagieren. Diese Partnerschaften werden durch die deutsche "Servicestelle für Kommunen in der einen Welt" (SKEW) im Auftrag des BMZ unterstützt. Das Vorhaben "Integrierte Fachkräfte für Kommunen weltweit" der GIZ ergänzt dieses Engagement, indem es integrierte Fachkräfte in kommunale Partnerschaften vermittelt. So können Kommunen in Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit das entwicklungspolitische Engagement ihrer deutschen Partnerkommunen besser in Wert setzen. Gegenseitiges Lernen und gemeinsames Engagement im Rahmen der „New Urban Agenda“ werden intensiviert.

Susanne Schardt von Realitäten Bureau hat in zahlreichen Interviews mit den beteiligten Akteuren den Mehrwert eines Einsatzes integrierter Fachkräfte für die kommunalen Partnerschaften evaluiert und enstprechende Empfehlungen für eine wirkungsorientierte Fortführung des GIZ Vorhabens gegeben.

Opioid Substitution in Nepal

Lernerfahrungen beim Aufbau eines nationalen Programms

Die German Health Practice Collection (GHPC) auf den Webseiten des BMZ hat eine Fallstudie veröffentlicht, die Erfahrungen beim Aufbau des nationalen Substitutionsprogramms in Nepal aufbereitet. Die nepalesische Regierung hat diesen Aufbau-Prozess zusammen mit nepalesischen Nicht-Regierungsorganisationen durchgeführt und wurde durch das GZ Harm Reduction Projekt in Nepal - unter der Leitung unseres Teammitglieds Patricia Kramarz - sowie durch andere internationale Entwicklungspartner unterstützt.

Die Publikation finden Sie auf der GHPC Webseite

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Methadon-Substitution in Kosovo

Susanne Schardt evaluiert für den Global Fund

Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas. Als neuer Staat in einer post-Konflikt Situation, ist der Kosovo mit sozio-ökonomischen und politischen Herausforderungen konfrontiert, die eine rasche Ausbreitung der HIV-Epidemie begünstigen könnten. Der Global Fund setzt zusammen mit dem Community Development Fund als Principal Recipient Teile der nationalen HIV/AIDS Prävention um. Er deckt finanzielle Defizite in der Prävention, Therapie und Betreuung ab, um die HIV-Prävalenz bei Schlüsselpopulationen mit erhöhtem Risiko unter 5% zu halten und das Ausbreiten des Virus in anderen Bevölkerungsgruppen zu verhindern. Substitution mit Methadon wird seit März 2012 als zentrale Komponente eines umfassenden Harm Reduction Angebots für Drogen konsumierende Menschen umgesetzt.

Realitäten Bureau wurde bereits zum zweiten Mal damit beauftragt, die Qualität des Methadonprogramms im Kosovo zu evaluieren. Wie schon im Jahr 2013, hat Susanne Schardt während ihrer Mission im April dafür Methadonambulanzen besucht sowie Fokusgruppen-Diskussionen und Einzelinterviews mit politisch Verantwortlichen, Serviceanbietern und Klienten geführt.

Die Untersuchung ergab, dass Hilfsangebote für Drogenkonsumierende ausgebaut und diversifiziert werden sollten. Viele Elemente eines umfassenden Hilfsangebots sind bereits vorhanden und die Methadonsubstitution hat das Potential, den Weg für eine Ausweitung der Angebote zu ebnen. Angesichts der Vielzahl drängender Themen bleibt jedoch abzuwarten, in wie weit sich die politischen Entscheidungsträger für eine umfassende HIV/AIDS- und Drogenpolitik einsetzen werden. Kapazitäten auf allen Ebenen müssen verbessert werden, um ein besseres Verständnis, mehr Unterstützung und bessere Politikgestaltung und Management zu erreichen. Die Umsetzung der Politik sollte mit allen relevanten Institutionen koordiniert werden und professionelle Daten- und Bedarfsanalysen zugrunde legen. Darüber hinaus muss die Qualität in der Umsetzung der Maßnahmen fortlaufend überwacht werden. Die Regierung sollte außerdem der Zivilgesellschaft eine aktivere Rolle einräumen, damit die notwendigen Hilfsangebote schneller ausgebaut werden können.

Schön ist das nicht! - Aus dem Alltag der ambulanten Pflege

das aktuelle Buch von Peter Klös und Bernard Simon

Hässlichkeit, Krankheit und das Alter mit seinen dazugehörenden Krankheiten zählen zu den Tabus der modernen Gesellschaft. Alt sein, krank sein finden in unserer modernen Welt keine Lobby und keine Fürsprache. Alter, das ist verbunden mit Kosten, die die Jüngeren tragen müssen. Alter, das ist eine Belastung. Und zwar nicht nur für die, die selbst alt sind, sondern auch für jene, die sich nicht vorstellen können, irgendwann einmal alt zu sein. Die Fülle an erheiternden und traurigen Geschichten, die im pflegenden Umgang mit alten Menschen entstehen, haben die Autoren Peter Klös und Bernard Simon zur Veröffentlichung eines – natürlich nur kleinen - Teils ihrer Alltagserfahrungen motiviert.

In diesem Buch wird ein praxisnaher Einblick in die Realität mobiler Altenpflege im Deutschland des Jahres 2015 eröffnet. In Form von siebzehn Porträts wird ein vielschichtiges Bild der Situation von Gepflegten und Pflegenden gezeichnet. Eingerahmt wird dieses Bild von zusätzlichen Kapiteln, die porträtübergreifend die lebensweltlichen Aspekte der Altenpflege thematisieren. So entsteht ein Kontext, der von den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen über berufliche Perspektiven und soziale Anerkennung bis zu verwaltungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Erfahrungen der mobilen Altenpflege reicht.

Erschienen ist das Buch in der Reihe "Lebenswelten" des Paolo Freire Verlags

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Moderne Medizintechnologie in Usbekistan

Projektevaluation im usbekischen Gesundheitssystem

Seit Anfang 2000 investiert die usbekische Regierung verstärkt in die Infrastruktur und medizinische Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen. Sie umfasst moderne Geräte der Hochtechnologie-medizin für bildgebende Verfahren, Labordiagnostik, Anästhesie, Intensivmedizin und Endoskopie. Der effiziente und effektive Einsatz der Geräte wird allerdings durch Mangel an qualifiziertem Personal, schlechtes Management, fehlende Wartungsdienstleistungen und unzureichende Logistik beeinträchtigt. Die Folge sind Qualitätseinbußen und Verzögerungen bei der Einführung und Anwendung fortschrittlicher Diagnostik und neuer Therapien.

Die GIZ unterstützt im Auftrag des BMZ seit 2012 Fort- und Weiterbildungen für medizinisches und technisches Personal. Schulungszentren für bildgebende Verfahren und Laparoskopie konnten eingerichtet und in Betrieb genommen werden. Parallel wird die Verbesserung der Qualifikation von Lehrkräften unterstützt.

Im Januar 2016 leitete Susanne Schardt eine Evaulierungsmission zu den von der GIZ unterstützen Einrichtungen, aus der auch Empfehlungen für ein Änderungsangebot des Vorhabens hervorgegangen sind.

Gesundheitsdienste stärken - HIV verhindern

Backstopping in der Ukraine

Die Ausbreitung von HIV ist nach wie vor eine ernste Gefahr für die Ukraine. Das Land ist von einer der am stärksten wachsenden Epidemien in Europa betroffen und mehr als 200.000 Menschen leben mit dem HI Virus. Offizielle Statistiken gehen davon aus, dass jeden Tag 57 neue HIV-Diagnosen gestellt werden. Dabei wird vermutet, dass die Dunkelziffer wahrscheinlich wesentlich größer ist.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben das Gesundheitssystem geschwächt und eklatante Mängel in der Versorgung ans Licht gebracht. Der Konflikt forderte bisher über 6.800 Tote und ca. 17.000 Verwundete. Darüber hinaus bedingt die immer noch brüchige Waffenruhe eine hohe Zahl von Binnenvertriebenen. Zu den über 1,5 Millionen registrierten Binnenvertriebenen kommt eine bisher unbekannte Anzahl nicht registrierter Binnenflüchtlinge. Gerade in Zeiten von Krisen, Instablilität und Konflikten ist die Gefahr einer Ausbreitung von HIV besonders groß: Menschen gehen vermehrt Risiken ein, die Bereitschaft – und manchmal auch die Möglichkeiten – sich mit Kondomen zu schützen verringert sich, und überdies sind mobile Bevölkerungsruppen, zu denen auch die vielen Binnenflüchtlinge zählen, einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Damit steigen die Risiken für eine Ausbreitung der HIV Epidemie.

Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf eine weitere Annäherung des Landes an die Europäische Union, setzt die ukrainische Regierung auf eine Reform ihres Gesundheits- und Bildungssystems. Das Vorhaben der GIZ, das Susanne Schardt schon seit vielen jahren fachlich beraten hat, begleitet und unterstützt diesen Prozess und die Umsetzung der zweiten Welle der HIV-Präventionskampagne "Gib Aids keine Chance". Seit Januar 2016 berät Susanne Schardt intensiv das GIZ Projektteam in Kiew bei der Umsetzung dieser Unterstützungsleitungen.

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